Heutzutage sind wir alle mal versucht auf fertige Lebensmittel zurückzugreifen. Der hektische Alltag, wenig Zeit zum Kochen. Da machen sich die verarbeiteten, praktischen Gerichte zur schnellen Zubereitung doch gut? Berechtigterweise gibt es immer mehr Bedenken über die industriell hergestellten, und wie ich finde, zurecht. Lass und mal einen Blick auf potenzielle Gesundheitsrisiken werfen, die mit den Inhaltsstoffen den fertigen Lebensmitteln in Verbindung stehen.
Zuallererst: Was genau sind industriell hergestellte Lebensmittel?
Industrienahrung, oder auch verarbeitete Lebensmittel, umfasst alle Lebensmittel, die in Fabriken industriell hergestellt und mit Zusatzstoffen angereichert wurden, um sie haltbarer, schmackhafter oder optisch ansprechender zu machen. Kurz, eigentlich alles, was häufig nur erhitzt werden muss.
-Tiefkühlpizza
-tiefgekühlte Fertiggerichte
-fertige Gerichte in Dosen
-Süßigkeiten, Snacks und auch alle süßen Softdrinks
Viele dieser Produkte enthalten künstliche Konservierungsstoffe, daneben Geschmacksverstärker, viel Zucker und Salz sowie ungesunde, billige Fette. Ich denke, wenn man das so liest, darf man sich noch mehr Gedanken darüber machen, was genau man dem eigenen Körper zuführen möchte. Denn dass diese Zusätze im regelmäßigen Konsum nicht optimal sind, das wissen wir meist schon.
Wie kann Industrienahrung die Gesundheit negativ beeinflussen?
Entstehen von Übergewicht
Eines der größten Probleme von verarbeiteter Nahrung ist, wie oben schon angemerkt, der hohe Gehalt an Zucker, Salz und ungesunden Fetten. In Kombination mit den „richtigen“ Geschmacksverstärkern, machen die vermeintlich leckeren Lebensmittel, oft auch süchtig! Was dann wieder dazu führen kann, dass wir mehr essen, als wir bräuchten – der Weg zum Übergewicht. Das beste Beispiel ist wahrscheinlich die Tüte Chips, die unbedingt geleert werden muss…
Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Viele industriell hergestellte Lebensmittel enthalten Transfette und gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel erhöhen und Entzündungen im Körper fördern können. Diese Art von Fetten ist besonders schädlich für dein Herz-Kreislauf-System und erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Diabetes und Stoffwechselerkrankungen
Zucker ist ein häufiger Bestandteil von verarbeiteter Nahrung, selbst in Produkten, bei denen du ihn nicht erwarten würdest, wie in Saucen (der gute Ketchup zählt da mit rein), Brot oder Fertiggerichten. Ein hoher, ständiger Zuckerkonsum kann zu einer Insulinresistenz führen, einem zentralen Faktor bei der Entstehung von Typ-2-Diabetes.
Mangel an Nährstoffen
Industrienahrung ist oft stark verarbeitet, wodurch viele essenzielle Nährstoffe verloren gehen!
Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe fehlen häufig oder sind nur in so geringen Mengen vorhanden, dass sich das kaum lohnt. Stattdessen führt man sich oft „leere Kalorien“ zu. Reine Füllmittel, sonst nichts..
Wenn du solch eine Ernährungsweise wählst, kann es langfristig zu Mangelerscheinungen führen, dein Immunsystem schwächen und dir deine Vitalität nehmen.
Schlechte Auswirkungen auf die Darmflora/Verdauung
Die Darmgesundheit spielt eine zentrale Rolle für unser Immunsystem und unser allgemeines Wohlbefinden. Verarbeitete Lebensmittel, die arm an Ballaststoffen und reich an Zucker sind, können das Gleichgewicht der Darmflora stören. Eine gestörte Darmflora wird mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter Verdauungsstörungen und Entzündungen.

Wie lässt sich Industrienahrung vermeiden?
Stell dir mal selber die Frage, weshalb du auf diese Art von Lebensmitteln zurückgreifst.
Liegt es am Faktor Zeit? Hast du keine Lust selbst zu kochen?
Fehlen dir die Ideen, dir jeden Tag etwas Gutes zuzubereiten?
Den Faktor Zeit kann man ziemlich schnell aushebeln. Es gibt mittlerweile auch sehr gute Alternativen, wie TK-Gemüse-Produkte, die schon vorgeschnitten sind, und dann genauso wie ein fertiges Produkt, gegart werden muss. Dazu ein Stück Fleisch oder Fisch. Und das Beste: du kannst es genauso würzen, wie es dir schmeckt. Mit frischen Kräutern, oder auch wieder easy in der TK-Variante, bekommst du mit minimalem Zeitaufwand eine schnelle, nährstoffreiche und leckere Mahlzeit hin. 😊
Du hast keine Lust selbst zu kochen? Schau doch mal, was genau der Punkt ist. Ist es vielleicht gar nicht der Kochvorgang an sich, sondern der Abwasch danach, das drumherum? Oder ist dir alles, was damit einhergeht, zu langwierig und aufwändig? Auch da kannst du Abhilfe schaffen, indem du z.B. auf One-Pot Gerichte setzt. Die sind nicht nur einfach und schnell, sondern bedeuten auch wenig Materialien, die du zum Kochen brauchst. One-Pot bedeutet, dass du alles in einem einzigen Topf zubereitest. Da findest du viele gute Vorschläge. Richtig gut bei Pinterest!
Tolle Anreize zur Auswahl von Gerichten sind zuhauf im Internet zu finden. Es geht ja nicht nur dir so, dass du schon lieber auf gesunde Mahlzeiten setzen möchtest, aber aus verschiedenen Gründen doch immer wieder zu industriell hergestellte Nahrung setzt. Der Markt an schnellen und leichten Rezepten ist da, und nur eine Webseite entfernt…!
Überlege mal, seit wann wir diese ganzen, fertigen Lebensmittel überhaupt haben, und wie lange die Menschen ohne all das auskamen. Auch früher haben die Menschen viel gearbeitet, und es dennoch geschafft, sich gutes Essen zuzubereiten. Heutzutage haben viele Etiketten mehr Inhaltsstoffe, als man sich merken, geschweige denn verstehen, kann. Meinst du, das ist dann noch Nahrung? Bei Babys, bei Kleinkindern sind wir so bedacht, diese gut und nährstoffreich zu ernähren. Warum hört das auf? Warum schätzt man sich selbst so wenig sich die Zeit zu schenken, ein gutes Essen zuzubereiten? Eine nährstoffreiche Ernährung wird dich nicht nur im Ganzen besser fühlen lassen, sondern dir auch mehr Vitalität geben. Nährstoffe sind der Sprit für deinen Körper.
Fazit
Der regelmäßige Konsum von Industrienahrung kann ernsthafte gesundheitliche Folgen für dich haben. Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sind nur einige der Risiken, die mit verarbeiteten Lebensmitteln verbunden sind. Damit auch du langfristig gesund bleibst, ist es wichtig, dass du dich bewusst für frische, unverarbeitete Lebensmittel entscheidest und den Konsum von Fertigprodukten auf ein Minimum reduzierst. Sei dir selbst auch wichtig, und bekoche dich. 😊