Stress ist ein allgegenwärtiges Phänomen in unserem Leben. Berufliche Anforderungen, familiäre Verpflichtungen und persönliche Ziele können schnell überwältigend wirken. Das kennst du, das kenne ich. Mit einigen Ansätzen, mit denen du dem Stress entgegenwirken kannst, um langfristig mehr Balance zu erreichen, wird es leichter. Ich möchte dir ein paar bewährte Techniken und Ansätze vorstellen, die dir hoffentlich helfen können, weniger gestresst zu sein.😊

Zeitmanagement und Prioritäten setzen
Viel Stress entsteht durch Überforderung, und dem Gefühl ständig unter Zeitdruck zu stehen. Das ist z.B. bei mir persönlich, ein sehr großer Punkt, der mich stresst – Zeitdruck. Hier kann dir ein effektives Zeitmanagement Abhilfe schaffen. Erstelle dir To-do-Listen und priorisiere Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit. Am besten in tägliche und wöchentliche Aufgaben. Versuche dann, sofern es möglich ist, die Aufgabe, die dich am meisten stresst, gleich zu Beginn des Tages/der Woche zu erledigen. Das klappt nicht nur bei mir sehr gut, sondern auch bei ganz vielen anderen Menschen. Hast du nämlich die größte, nervige Aufgabe erstmal geschafft, fühlen sich die restlichen Aufgaben des Tages weniger belastend an. Und das Erledigte ist ein sehr guter Motivator.
„Gut mein, ist nicht guttun!“
Diesen, wie ich finde, sehr gut treffenden Satz, habe ich von meiner Mutter mitbekommen, den man auch im Stressmanagement gut anwenden kann. Machst du häufig etwas für andere, und setzt diese Priorität nach ganz oben, wirst du am Ende keine Kapazitäten für deine eigenen Belange haben. Dann tust du dir selbst nicht gut. Dass du in erster Linie auf dich achten darfst, ist richtig und wichtig.
Lerne „Nein“ zu sagen, wenn deine Kapazitäten erschöpft sind, und delegiere, wo es möglich ist – gerade innerhalb der Familie und den täglichen Aufgaben, die anfallen. Es ist völlig in Ordnung, nicht alles alleine stemmen zu können.

Achtsamkeit und kleine Momente des „Seins“
Achtsamkeit bedeutet, den Moment bewusst wahrzunehmen. Übe, deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu lenken, und versuche negative und belastende Gedanken zur Seite zu schieben. Somit kannst du verhindern, dass Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft unnötigen Stress auslösen. Meditation, insbesondere Atemübungen, hilft, den Geist zu beruhigen und Stresshormone wie Cortisol zu senken. Schon fünf bis zehn Minuten tägliche „Meditation“ können spürbare Erleichterung bringen. Wenn wir mal ehrlich sind, gönnen wir uns das viel zu selten. Ohne Handy, Podcast oder dergleichen, einfach mal gedankenlos im Hier und Jetzt.
Regelmäßige Bewegung
Sport und allgemein Bewegung sind ein natürlicher Stresskiller. Körperliche Aktivität setzt Endorphine frei, die sogenannten „Glückshormone“, und fördert dadurch gleichzeitig die Entspannung. Egal ob Krafttraining, Laufen oder auch ein entspannter Spaziergang – Sport und Bewegung helfen nicht nur, körperlichen Stress abzubauen, sondern verbessern auch nachgewiesen die mentale Gesundheit. Hierbei wichtig ist, eine Aktivität zu finden, die dir wirklich Spaß macht, damit die Motivation fortwährend hoch bleibt.
Gesunde Ernährung und ausreichend trinken
Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, den Körper besser gegen Stress zu wappnen. Lebensmittel wie Proteine, gute pflanzliche Fette, Vollkornprodukte, Gemüse und Obst liefern wichtige Nährstoffe, die das Nervensystem unterstützen. Viel Zucker und Koffein können hingegen nach dem Push zu einem Energieabfall und erhöhter Reizbarkeit führen, was den Stress somit verstärken kann.
Schlaf und auch mal eine kleine Pause priorisieren
In unserer hektischen Welt vergessen wir oft, wie wichtig Pausen sind. Gönne dir regelmäßige Auszeiten, in denen du komplett abschalten kannst – sei es durch Lesen, Musik hören oder einfach nur Entspannen. Ebenso entscheidend ist guter Schlaf. Schlafmangel erhöht die Anfälligkeit für Stress und beeinträchtigt deine Fähigkeit, Herausforderungen zu bewältigen. Auch sind eine erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsmangel und Infektanfälligkeit die Folge von wenig Schlaf. Ein ausreichender, erholsamer Schlaf (7–9 Stunden) sollte daher bei dir Priorität haben.

Positive Denkmuster
Sich bewusst auf positive Denkmuster konzentrieren, anstatt sich auf das Negative zu fixieren. Übe dich darin, schwierige Situationen anzunehmen und lösungsorientiert zu handeln. Sicher gilt das nicht für alles, jedoch häufig lassen wir uns in bestimmten Situation und Geschehnissen auch mehr triggern, als es vielleicht nötig wäre. Bewerte die Situation in einem Zeitabstand nochmal neu, und dann ist es im besten Fall gar nicht mehr so schlimm. 🙂
Fazit
Stress gehört zum Leben dazu, doch es gibt zahlreiche Wege, ihm zu begegnen und seine Auswirkungen zu minimieren. Achtsamkeit, Bewegung, gesunde Ernährung, Pausen, gutes Zeitmanagement und soziale Unterstützung sind entscheidende Faktoren, damit du langfristig einen besseren Umgang und somit eine bessere Balance zu finden. Letztlich geht es darum, Stress als Teil des Lebens zu akzeptieren und gleichzeitig die zu dir passenden Werkzeuge zu entwickeln, um negativen Stress besser zu bewältigen.